Und manchmal ein Mondfisch
Es stürmt. Wir müssen uns aneinander festhalten, um nicht weggeblasen werden. Die wenigen hundert Meter des Klippenrandwegs zurückzulegen ist mühselig an solchen Tagen.
(...) Am 1. Januar war die Funny Girl noch nach Cuxhaven und wieder zurückgefahren; am nächsten Morgen schon konnte das Schiff den Helgoländer Südhafen nicht mehr verlassen. (...)
Raffinierte Architektur auf Helgoland
Durch ein Gewerbegebiet läuft man ins Dorf, das mit raffinierter Architektur aufwartet: Höhere Gebäude am Rand flankieren die Siedlung, in deren engen Gassen deshalb beinahe Windstille herrscht. Das auf zwei Etagen, dem Unter- und dem Oberland, in den fünfziger Jahren wiederaufgebaute Helgoland bildet ein Ensemble von großer Geschlossenheit. 1952, als die völlig zerstörte Insel von den Briten zur Wiederbesiedlung freigegeben wurde, konnte der Ruf nach musealer Rekonstruktion zugunsten einer qualitätvollen modernen Architektur abgewehrt werden. Bewußt verzichtete man auch auf den Bau großer Hotels, und so lebt die Insel heute noch vorrangig vom sommerlichen Tagestourismus. (...)
Restaurant Galerie im Hotel Insulaner
Eine angenehme Überraschung ist es dann, daß doch einige Gaststätten geöffnet haben an diesem Winterabend. Und neben den Restaurants, in denen im Sommer die Rentner mit biederer deutscher Küche abgespeist werden – eine rühmliche Ausnahme ist das Restaurant Galerie im Hotel Insulaner, wo ein Franzose kocht –, gibt es ausreichend ansprechende Kneipen, anheimelnde, enge Gaststuben, in denen sich die Helgoländer die langen Winterabende mit Alkohol vertreiben können.
Alle paar Minuten ändern sich die Lichtverhältnisse
Was mich interessierte, war nicht zuletzt das Gefühl, einmal wirklich auf einer Insel zu sein – nicht auf einer unüberschaubar großen wie Irland, aber auch nicht in Sichtweite des Festlands, gar mit einer Brücke mit ihm verbunden wie Rügen. Also Helgoland. Wenn man auf dem Oberland steht, sieht man auf beiden Seiten das Meer, bis zur nördlichen Inselspitze, wo die „Lange Anna" in die Nordsee bröckelt. Alle paar Minuten ändern sich die Lichtverhältnisse, schieben sich Wolken ins Bild, dann hagelt es wieder eine halbe Minute, wir befinden uns am offenen Meer. (...)
Der Mann im Aquarium ist sehr gesprächig. Er ist hauptsächlich damit beschäftigt, Hummer hochzupäppeln, die – einst Exportartikel – nach dem Krieg zur Mangelware wurden. Die britischen Bomben, die Verschmutzung der Nordsee, aber auch natürliche Feinde, die Ursachen seien vielfältig. Der Meeresbiologe wirkt auch aufgedreht. Er erzählt von Schiffen, die auf der Nordsee in Not geraten, von exotischen Fischen, die man zuweilen vor Helgoland beobachten könne, Mondfische etwa, die eigentlich in der Karibik heimisch seien.
Text: Florian Neuner, aus "Steinschlag", Berliner Stadtzeitung
Allgemeines Archive
11. Juni 2009 "Inselkunde" von Maximilian Buddenbohm (Merlix)
Es ist natürlich etwas seltsam, den Urlaub ausgerechnet auf Mallorca und Helgoland zu verbringen. Zumal sich die beiden Inseln sehr ähneln und man sich schon konzentrieren muß, um immer parat zu haben, wo man gerade ist...
11. Juni 2009 "Helgoland" von Isabel Bogdan (Isabo)
Der Hotelier sagte, das sei kein Wind. Das Hotel Rickmers Insulaner bietet seit Dezember im Rahmen des Helgoländer Hochseewinters ein Reisepaket Storm Watching an, allerdings gab es seither noch keinen Sturm. Was uns fast von den...
11. Juni 2009 "Ach, Helgoland" von Henrike Heiland
Immer, wenn man sagt, man fährt da mal nach Helgoland, seufzen alle: Ach, Helgoland. Da würd ich auch gern mal hin. Helgoland soll ja so toll sein...
10. Juni 2009 Aus: Hamburger Abendblatt, 04.06.2009
Der Gründer der Reedereien Rickmers, Rickmer Clasen Rickmers, wurde auf der Insel Helgoland geboren und lernte dort auf einer Werft sein Handwerk als Schiffbauer. Viele Orte erinnern heute noch an ihn.
23. Oktober 2008 Aus: "Varta-Führer", 2009
Der "Varta-Führer" schreibt in seiner Ausgabe aus dem Jahr 2009 über uns: